Schmerztherapie
Akupunkturtherapie
TCM
Ultraschalltherapie
Ultraschalldiagnostik
Injektionen
Infiltrationen
Röntgendiagnostik
Chirotherapie
Manuelle Therapie
Stoßwellentherapie
Arthrosetherapie
Kinesiotaping
Physikalische Therapie
Sportmedizinische Beratung
Zweitmeinung

In einer orthopädischen Praxis ist der Schmerz das häufigste Symptom. Die Ursachen können vielfältig sein und reichen von einfachen Blockaden bis zu schweren Schmerzsyndromen der Wirbelsäule oder Extremitäten. Die vollständige Anamnese und individuelle Diagnostik gewährleisten eine zielgerichtete Therapie.

Akupunktur hat ihren Ursprung in der Traditionellen chinesischen Medizin (TCM). Die TCM verfolgt einen ganzheitlichen Ansatz. Der menschliche Körper wird demzufolge nicht anhand der Gliederung in einzelne Organe und Bestandteile betrachtet, sondern als Einheit.
Grundlage ist die Lebensenergie – das Qi –, welche entlang sogenannter Meridiane, die Leitbahnen des Organismus, durch den Körper fließt. Ist dieser Fluss blockiert, dann kann der Organismus erkranken. Um den freien Fluss der Lebensenergie wieder anzuregen, können bestimmte Punkte an den Meridianen, die sich nahe an der Oberfläche des Körpers befinden, mithilfe von Akupunktur stimuliert werden.
Eine Akupunkturbehandlung umfasst in der Regel 10 Sitzungen. Es sollten 2 Behandlungen pro Woche durchgeführt werden. Bei hochakuten Krankheitsbildern können auch tägliche Behandlungen erforderlich sein. Erste Besserungen spüren Sie in der Regel nach 4-6 Sitzungen, manchmal aber auch erst nach Abschluss der Akupunkturbehandlung. Vor allem bei chronischen Erkrankungen ist selten eine Besserung bereits nach der ersten Sitzung zu erwarten. Es kann selten auch eine Erstverschlechterung auftreten, da bestimmte Energiebahnen wieder in Fluss gebracht werden.

Die Ultraschalltherapie ist ein Teilbereich der Physikalischen Therapie. Während beim diagnostischen Ultraschall deutlich höher Frequenzen verwendet werden, kommen beim therapeutischen Ultraschall Schallwellen mit Frequenzen zwischen 1-4MHz zur Anwendung.
Diese liegen oberhalb des menschlichen Hörbereichs. Die zu behandelnde Körperregion wird mit einem Kontaktgel bedeckt, um die optimale Schallübertragung zu gewährleisten. Mit dem Schallkopf wird anschließend gleichmäßig und langsam über das zu behandelnde Areal gefahren.
Die Wirkung des therapeutischen Ultraschalls erfolgt durch die Umwandlung eines Teils der Schallenergie in Reibungsenergie/ Absorption, wodurch vor allem eine thermische Wirkung erzielt wird.
Der therapeutische Ultraschall unterstützt die körpereigenen Selbstheilungsprozesse und wirkt schmerzlindernd, antientzündlich, durchblutungsfördernd und muskelentspannend.
Die Beschallung kann als Dauerschall sowie als Impulsschall erfolgen, eine Behandlungsserie beinhaltet mehrere Sitzungen (ca.2-3x/Woche) von 5-15 Minuten.

Injektionstherapien bezeichnen die Behandlung durch Spritzen, um Medikamente direkt in den gewünschten Wirkungsbereich einzubringen. Sie werden eingesetzt, wenn ein operativer Eingriff noch nicht als zwingend notwendig erachtet wird, die Beschwerden jedoch durch konservative Behandlungen und äußere Einflüsse nicht gezielt gelindert werden können. Mit Spritzentherapien werden sehr gute Behandlungserfolge erzielt, weshalb sich die Injektionstherapie in der Orthopädie als wertvolle Behandlung bei chronischen Krankheitsverläufen etabliert hat. Dabei hilft die Behandlung mit Injektionen nicht nur gegen die Schmerzen, sondern kann gezielt den absehbaren Operationsbedarf, beispielsweise bei Gelenkverschleiß, hinauszögern.
Das Einspritzen von Medikamenten in ein arthrosegeschädigtes Gelenk ist eine seit langer Zeit bewährte Therapieoption. Alle verwendeten Substanzen haben einen stark entzündungshemmenden und knorpelschützenden Effekt.
Die Injektionstherapie dient der Verbesserung der Beweglichkeit und der Schmerzbekämpfung und sollte durch physikalische und physiotherapeutische Maßnahmen unterstützt werden.
Die Infiltration bezeichnet eine nichtchirurgische Schmerztherapie zur Behandlung von Rückenschmerzen und/oder Nervenwurzelschmerzen.

Zur Erfassung orthopädischer- und unfallchirurgischer Krankheitsbilder ist das Röntgen trotz ergänzender neuer bildgebender Verfahren unverändert auch weiterhin unverzichtbarer Bestandteil der Basisdiagnostik in der orthopädischen und unfallchirurgischen Praxis.
Knochenveränderungen, Veränderungen an den Gelenken und der Wirbelsäule sind durch das Röntgen bildlich sehr gut darstellbar und liefern wesentliche Erkenntnisse.

Die Chirotherapie ist ein wesentlicher Bestandteil der konservativen Orthopädie und baut in verschiedenen Teilen sowohl auf Methoden der Chiropraktik als auch auf der Osteopathie auf. Sie betrachtet das ganzheitliche Bild der auftretenden Beschwerden und geht den Ursachen auf den Grund, um diese effektiv angehen zu können. So können sich schwere körperliche Arbeit und persönliche Sorgen sowie Stress sich in schmerzhaften Symptomen äußern. Ein operativer Eingriff macht hierbei in den wenigsten Fällen Sinn und Injektionen beheben nicht die Ursachen, weshalb der ganzheitliche Ansatz der manuellen Medizin deutlich sinnvoller ist.
In der Chirotherapie können insbesondere zwei Techniken, die Manipulation und die Mobilisation, unterschieden werden. Im Rahmen der Mobilisation werden sanfte Druck- und Zugbewegungen durch den Untersucher auf das Gelenk ausgeübt. Die Manipulation besteht hingegen aus schnellen, zielgerichteten Bewegungen. Mithilfe dieser Techniken können sowohl die Beweglichkeit der Wirbelsäule und/oder der Gelenke verbessert als auch Schmerzen gelindert werden.

In der Medizin werden Stoßwellen elektromagnetisch mithilfe eines speziellen Geräts, der Schallsonde, erzeugt und auf die betreffende Körperstelle gerichtet. Die Wellen durchdringen Haut und elastisches Gewebe wie Muskeln und Fett, ohne sie zu verletzen. Ihre Energie setzen sie erst frei, wenn sie auf festen Widerstand treffen. So zertrümmern Sie etwa Verkalkungen oder Nierensteine.
Neben diesen sogenannten fokussierten Stoßwellen werden gelegentlich auch radiale Wellen eingesetzt. Sie sind energieärmer und breiten sich flächig aus. Ihnen wird nachgesagt, dass sie Gewebe stimulieren und die Durchblutung sowie den Zellstoffwechsel ankurbeln. Dies soll den Heilungsprozess unterstützen und Schmerzen lindern.

Die Arthrose (auch „Gelenkverschleiß“) ist eine vorwiegend degenerative, verschleißbedingte Gelenkerkrankung, die meist erst mit zunehmendem Alter auftritt. Die Erkrankung macht sich typischerweise durch schmerzhafte und steife Gelenke bemerkbar. Werden die Beschwerden stärker, können sie die Beweglichkeit massiv einschränken
Je nach betroffenem Gelenk und Beschwerdeintensität kommen unterschiedliche konservative Therapieverfahren zum Einsatz. Zu den wichtigsten Behandlungen gehören Bewegung, gezieltes Training und bei Übergewicht eine Gewichtsabnahme. Auch entzündungshemmende Schmerzmittel oder eine Akupunkturbehandlung können die Beschwerden lindern. Orthesen, Bandagen oder Einlagen können das betroffene Gelenk entlasten. Infiltrationen mit Cortisonpräparaten, Hyaluronsäure oder PRP (körpereigenes Blutplasma) können die Schmerzen im betroffenen Gelenk kurz- und langfristig über entzündungshemmende und/oder knorpelstabilisierende Wirkmechanismen reduzieren. Wenn alle konservativen Therapiemöglichkeiten erschöpft sind und der Leidensdruck der Patienten steigt, kann auch ein künstlicher Gelenkersatz notwendig werden